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Schulsozialarbeit
1. Ziele der Schulsozialarbeit
Jeder junge Mensch hat ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit. Belastete Schüler/innen, sowie Eltern werden in Krisensituationen unterstützt, Lehrpersonal erfahren eine Entlastung bei schwierigen Situationen und bei Bedarf kann die Schulsozialarbeit die Vermittlung an Fachstellen organisieren und begleiten.
1.1. Auf der Ebene der Schüler/innen
1.1.1. Kontinuität in der Prävention z.B. Gewalt, Sucht, Delinquenz
Prävention ist wichtig. Schulsozialarbeit ist Prävention: die Schüler/innen machen eine positive Erfahrung mit einer Beraterin, nämlich der Schulsozialarbeiterin. Sie kommen zu einem frühen Zeitpunkt ihrer Problematik und eine gute Lösung kann gefunden werden. Sie lernen, Verantwortung für sich und die eigene Situation zu übernehmen. Das wird sie zu einem lebenstüchtigen Erwachsenen machen.
v Einzelfallhilfe und sozialpädagogische Intensivbegleitungen
v Integration des Jugendlichen
v Aufklärung der Schüler/innen über ihre Rechte und Möglichkeiten
v Förderung der Persönlichkeitsentwicklung
v Anlaufstelle für Schüler/innen mit der Möglichkeit der kurzfristigen Beratung
v Rasche Hilfe in Notsituationen und Krisen
v Förderung sozialer Kompetenz
v Realistische Selbst- und Fremdwahrnehmung
v Sozialpädagogisches Handeln mit Klassen oder Schülergruppen
v Kooperation zwischen Lehrkräfte und Sozialpädagogin im Rahmen des Unterrichts. Themen:
Konflikttraining, Kommunikationstraining, Regelakzeptanz,
Entwicklung von Teamfähigkeit, Selbstbehauptungstraining,
geschlechtsspezifische Angebote z.B. Mädchen- und
Jungengruppen, Gewaltvermeidung, Mobbing
v Förderung der Konfliktfähigkeit und konstruktiver Konfliktlösungen
v Berufsorientierung, Lebensperspektiven, Zukunftsplanung
v Soziale Kompetenzförderung in Gruppen
Themen: Förderung gegenseitiger Akzeptanz, Übernahme von Verantwortung
für das Lernen und Verhalten, Befähigung zur konstruktiven
Konfliktbewältigung, Verbesserung des sozialen Klimas in Klassen
v Projektangebote der Schulsozialarbeit, freiwillige Teilnahme in der Freizeit
Themen: Mädchenarbeit, jungenspezifische Themen, Theaterpädagogik,
Anti-Aggressionstraining,…
1.1.2 Intervention (gezielte Einzelhilfe)
Vielfach manifestieren sich die Schwierigkeiten und Probleme aus dem familiären Bereich oder dem Freizeitverhalten dort, wo noch am ehesten Beziehung, Verantwortung und Vereinbarungen geboten aber auch gefordert werden, nämlich in der Schule. Drastische Probleme erfordern eine teilweise massive Intervention; zum Schutz der Betroffenen und der Mitschüler/innen. Diese Interventionen ermöglichen Veränderungen oder auch den notwendigen Veränderungsdruck.
v Unterstützung bei Lebenskrisen in Schule, Familie und Gemeinwesen
v Deeskalation bei Gewalt/Mobbingsituationen
v Schutz und Hilfe für vernachlässigte, misshandelte und missbrauchte Kinder und Jugendliche
v Schutz und Hilfe für sucht- bzw. suizidgefährdete Kinder
v Emotionale Stabilisierung
v Frühes Erkennen von Problemsituationen (Gewalt, Sucht, Isolation, Mobbing..)
v Integration (Vermeidung von Ausgrenzung)
1.2. Auf der Ebene der Eltern
v Motivierung der Eltern zur Mitwirkung bei schulischen Prozessen
v Abbau von Schwellenängsten gegenüber der Schule
v Verbesserung der Lebenssituation von Jugendlichen
v Förderung der Erziehungskompetenz der Eltern
v Vernetzung der Angebote im Bereich der Hilfen zur Erziehung, des Jugendschutzes
v der Berufsvorbereitung, des Freizeitbereiches und der Gesundheitsförderung
v Eltern – und Familienarbeit
v Elternseminare, Konfliktberatung bei Familien- oder Beziehungskrisen
v mit anderen Institutionen (Kontaktherstellung)
1.3. Auf der Ebene der Schule (Schulleitung/Lehrer)
v Klimaverbesserung in der Schule
v Abstimmung der gemeinsamen Arbeit
v Entwicklung eines sozialpädagogischen Schulprofils
v Pädagogische Gremienarbeit und Beratung
v Problemberatung mit Lehrer/innen, Teilnahme und Mitwirkung an
pädagogischen Konferenzen, Klassen- und Gesamtkonferenzen,
Teamsitzungen und Arbeitskreisen, Mitarbeit bei Projektplanung und –
entwicklungen.
v Abstimmung sonderpädagogischer und sozialpädagogischer Vorgehensweisen
v Psychosoziale Entlastung der Lehrkräfte
v Erschließung von zusätzlichen Finanzierungsquellen
2. Netzwerkarbeit im Gemeinwesen
v Vernetzung der Angebote im Bereich der Hilfen zur Erziehung, des
Jugendschutzes, der Gesundheitsvorsorge, der Prävention und der freizeit-
pädagogischen Angebote
v Öffnung der Schule nach außen
v gemeinsame Aktionen und Angebote
Die Sozialarbeiterin bietet ein Angebot, indem sie direkt in der Schule arbeitet und sich eigenverantwortlich und selbstbestimmt in diesem System engagiert:
Dadurch ist sie den Kindern, den Jugendlichen und ihren Eltern bekannt und vertraut, für alle am Schulleben Beteiligten leicht erreichbar und wird gleichzeitig als unabhängige Vertrauensperson angesehen.
Sie ist täglich telefonisch und in festen Sprechzeiten regelmäßig erreichbar.
Ihr derzeitiges Arbeitspensum beträgt 50%. Als Angestellte arbeitet sie die freien Ferienzeiten vor.
Schulsozialarbeit bezieht bewusst das weitere soziale Umfeld von Schule in die konkrete Arbeit mit ein. Damit wird am Lernort Schule eine zusätzliche, anders ausgerichtete pädagogische Fachkompetenz etabliert, die auch auf eine Öffnung von Schule und Erweiterung des nicht-formellen Lernens zielt.