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KoKo (Konfessionell-kooperativer Religionsunterricht)

 

Teilnehmer: Klasse 1 und 2

 

Fach/Fachbereich/Fächerverbund: Religion evangelisch und katholisch

 

Inhalt:

In Klasse 1 und 2 wird an der Robert-Gerwig-Schule neu schon im 2. Jahr KoKo unterrichtet. Grundlage ist ein 2-Jahres-Plan. Im Moment sind nur 2 Kolleginnen damit beauftragt.

 

Resümee:

Positive Rückmeldung:

- man unterrichtet die gesamte Klasse

- Stärkung der Klassen und Glaubensgemeinschaft

- intensivere Beschäftigung mit den Vergleichen der Glaubensrichtungen

- Rituale (Beten/Singen); Frage: Überfordere ich Kinder nicht, wenn ich sie mit unterschiedlichsten Ritualen konfrontiere? Sie sollten schließlich ihre eigene Form kennenlernen?!

- Wirkung an der Schule (Klassenlehrer und Schulleitung) positiv

- das konfessionelle Verständnis wird gestärkt (in 1 und 2 noch nicht)

- (spätere) Dialogbereitschaft wird von klein auf gefördert

 

Kritikpunkte (an denen weiter zu arbeiten ist)

- psychisch und inhaltlich kann es für den Lehrer Mehrarbeit bedeuten; bsp. Thema Kirche: es müssen beide Kirchen vorgestellt und erlebbar werden

- der schnelle Religionslehrerwechsel nach einem Jahr wird nicht als positiv empfunden

- von Seiten der Eltern wird der Relilehrer mit einer anderen Konfession nicht unbedingt akzeptiert (Kontakt mit Eltern ist wichtig), Rückenstärkung von Seiten der Schulleitung, Austausch zwischen Religionslehrern könnte vertieft werden

- es wäre wünschenswert, wenn nicht immer nur dieselben KoKo unterrichten, also mehr Relilehrer sollten auf KoKo-Fortbildung gehen

- Religion lebt wie kein anderes Fach von intensiver Beziehungsarbeit. Nur so kann es gelingen, dass Schüler offen werden für Lebens- und Glaubensfragen und Raum geschaffen wird, diese auch zu äußern. In der jetzigen Form ist es von großem Nachteil, die Schüler nach einem Jahr abzugeben bzw. sie auch nur 1 mal pro Woche zu sehen.

 

 

Weitere Überlegungen:

Soll KoKo auch in Klasse 5/6 unterrichtet werden oder in 7/8?

Die Mehrheit der Fachschaft sprach sich gegen diese Überlegung aus, da die Kinder eigentlich erst in Klasse 3 bzw. Klasse 4 ihr eigenes evangelisches/katholisches Profil entdecken. Durch den zunehmenden Wegbruch religiöser Sozialisation im Elternhaus soll wenigstens im Religionsunterricht diese kirchliche Zugehörigkeit erfahrbar gemacht werden.

In Klasse 7/8 stellt sich die Frage durch die Konfirmation erst gar nicht (analog zu Kl. 3-Kath. Test)

In Klasse 10 wird durch die geringe Schülerzahl eine besondere Form seit mehreren Jahren unterrichtet: Jährl. Wechsel der Lehrkraft.

 

Weitere Kritikpunkte waren:

- wenig ansprechende Fortbildungsangebote

- wenig Begleitmaterial (Im 1. Jahr gab es nichts!)

- keine Handreichungen für die Schule (Anmeldeformulare für Kl. 1 mussten selbst geändert und neu formuliert werden)

- wenig vorausschauendes Mitdenken

- zu wenig Kollegen, die miteingebunden wurden

- Kinder sind im Klassenverband auf ihre Rolle festgeschrieben. Es gibt die Möglichkeit nicht, im Religionsunterricht in anderer Zusammensetzung neue Erfahrungen zu machen